Pokerschule: Schwierige Blätter bei Texas Hold'em

Heute wenden wir uns ein bisschen den Startblättern zu, die für Anfänger, aber auch fortgeschrittene Spieler Schwierigkeiten darstellen können - auch wenn die Stärke der Blätter eigentlich eindeutig ist. Die Blätter, die wir meinen, sind AK und AQ. Der Grund, weshalb viele Spieler oft Schwierigkeiten mit ihnen haben, ist die Tatsache, dass sie zunächst wie ein tolles Blatt ausschauen, doch letzten Endes oft zu keinem Erfolg führen. Du fragst dich jetzt sicherlich: "Wieso?". Nun, es kommt immer darauf an, wie man mit diesen Karten wettet, daher geben wir dir im Folgenden eine kurze Anleitung, wie du dich am besten verhalten solltest, wenn du diese Karten ausgeteilt bekommst.

 AK treibt viele Spieler zur Verzweiflung, da man durchschnittlich in zwei Drittel der Situationen den Flop verpasst, obwohl es sich um Blatt handelt, mit dem man einfach erhöhen und wiederum erhöhen kann (vor allem, wenn die Karten die gleiche Farbe haben). Das bedeutet, dass wenn du erhöht hast und als potentieller Favorit gehandelt wirst (und dich bereits auf den Gewinn eines weiteren Potts freust), der Flop dann etwas vollkommen Unbrauchbares ans Tageslicht bringt, wie zum Beispiel Jd 9h 7c. Normalerweise haben jetzt zwei Spieler vor dir geschoben, ein anderer Spieler erhöht und plötzlich hast du das Gefühl, dass dein Vorteil, dessen du dir eben noch gewiss sein konntest, auf einmal verschwunden ist. Schlimmer wäre sogar noch eine Situation, in der du durch den Flop ein weiteres Ass hättest, doch die anderen beiden Karten zum Beispiel ein Paar wären. Wenn zwei deiner Gegner erhöht haben und kein Zeichen des Aufhörens zeigen, wie solltest du dich dann verhalten?

Du musst wissen, dass AK ein starkes Blatt ist, doch das es dir nicht garantieren kann, dass du gewinnen wirst. Du erhöhst den Einsatz nicht, weil du weißt, dass du gewinnen wirst, sondern weil die Wahrscheinlichkeiten, dass du gewinnst, zu diesem Moment gut für dich aussehen. Eine solche Position möchtest du für dich gewinnbringend nutzen, indem deine Gegner so viel wie möglich in den Pott einzahlen. Doch deinen Vorteil verlierst du vielleicht nach dem Flop. Du solltest also erhöhen in dem Wissen, dass du, sobald dein Blatt nach dem Flop nicht mehr so rosig ausschaut, du nur noch mitgehen oder sogar aussteigen solltest.

Genau deshalb wirst du viele Spieler sich über AK oder “Big Slick” (wie das Blatt oft genannt wird) beschweren hören. Viele sehen darin DAS Blatt, mit dem man große Potts verliert und kleine gewinnt. Manche Spieler sind der Meinung, dass es besser ist, sich mit AK vor dem Flop zurückzuhalten, anstatt zu erhöhen, doch das stimmt nicht. Als Startblatt ist AK ziemlich stark und das solltest du ausnutzen. Indem du erhöhst wirst du viel deiner Gegner einschüchtern und zum Aussteigen bringen. Und je weniger Gegner du dich gegenüber siehst, desto besser wird deine Position. Spieler, die mit deinem Einsatz mitgehen, werden gezwungen, Geld zu bezahlen, um im Spiel zu bleiben, und der Flop wird dir dann zeigen, ob du weitermachen solltest oder nicht.

Das Gleiche gilt auch für AQ. Doch natürlich musst du hier potentiell bessere Blätter im Hinterkopf behalten. Wenn ein Gegner deinen Einsatz erhöht, könnte es sein, dass er sich mit den Fragen beschäftigt, die man sich stellt, wenn man einen “Big Slick” hält.

Im Endeffekt brauchst du dich also vor AQ und AK nicht fürchten. Es sind starke Startblätter, mit denen du häufiger gewinnst, als verlierst, doch nichtsdestotrotz solltest du nicht zu viel erwarten. Wenn du ein solches Blatt hältst, solltest du erhöhen und abwarten, was dann die Gemeinschaftskarten sagen. Viel Spaß und Erfolg!