Von vielen wird Omaha 8 or Better als das Spiel betrachtet, das auf der Beliebtheitsskala gleich nach dem guten alten Texas Hold'em kommt. Denn viele Spieler schätzen diese Pokervariante sehr.
Es gibt zwei Formen von Omaha 8 or Better
• Limit Omaha 8 or Better – eine Variante mit Limits, bei der ein vorher festgelegter Betrag für jede Runde und für jede Runde gespielt wird
• Pot Limit Omaha 8 or Better – hier können die teilnehmenden Spieler den Einsatz im Pott setzen
Manchmal nennt man Omaha 8 or Better auch Omaha Hi-Lo.
Normalerweise wird Omaha 8 or Better mit 52 Karten, ohne Joker, gespielt. In Omaha 8 or Better-Partien wird meist der Dealer Button für jedes Blatt genutzt, um den eigentlichen Kartengeber anzugeben. Wenn das Blatt beendet ist, geht es dann im Uhrzeigersinn weiter zum nächsten Spieler. Dieser Spieler ist dann der Kartengeber für die nächste Runde, ähnlich wie beim normalen Poker.
Wenn man das Spiel beginnt, ist der Kartengeber derjenige Spieler, der als erstes am Tisch war. Der Spieler zur Linken des Kartengebers setzt die Small Blinds. Normalerweise, aber nicht immer, gilt das für die Hälfte des Lower Stake am Tisch. Nehmen wir ein Beispiel: Ein € 5 /€ 10 Omaha 8 or Better-Tisch hat theoretisch Small Blinds in Höhe von € 2,50. In der Praxis werden die Small Blinds bis auf den nächsten ganzen Euro abgerundet. In diesem Falle wären das dann € 2. Das ist beim Onlinepoker normalerweise der Fall, aber passt hier auf, denn das kann auch von Onlinepoker zu Onlinepoker variieren. Informiert euch also lieber, bevor ihr anfangt zu spielen.
Im nächsten Schritt muss der Spieler links von dem Spieler, der die Small Blinds platziert hat, die Big Blinds setzen. Der Big Blind ist dabei das Lower Stake-Limit am Tisch.
Wenn ein neuer Spieler zu einem Spiel dazukommt, das schon begonnen hat, ist es auch für den neuen Spieler möglich, einen Big Blind zu platzieren, falls er oder sie nicht bis zur nächsten Runde warten kann oder will. Eine andere Möglichkeit wäre, darauf zu warten, bis sie oder er dran ist (wenn er oder sie 2 Plätze links vom Kartengeber sitzt), um einen Big Blind zu platzieren.
Denkt aber daran, dass alle Blinds in diesem Pokerspiel Live-Einsätze sind, das heißt, dass die Spieler, die die Blinds platzieren, zunächst nicht mitgehen, erhöhen oder aussteigen, wenn sie dran sind.
Wenn die Big und Small Blinds einmal gesetzt sind, bekommt jeder Spieler vom Kartengeber eine Down/Hole-Karte. Bei Omaha 8 or better bekommt jeder Spieler 4 Karten, genauso auch bei Omaha High. Die erste Einsatzrunde kann nun beginnen. Es beginnt der Spieler mit dem Setzen, der links von dem Spieler sitzt, der die Big Blinds platziert hat.
In der ersten Runde werden die Einsätze von der unteren Einsatzgrenze begrenzt. Als Beispiel: Wenn ihr an einem € 5 /€ 10 Omaha 8 or Better-Spiel teilnehmt, muss in der ersten Einsatzrunde jeder einzelne Einsatz bei € 5 liegen. Vergesst nicht, dass eine Erhöhung hier bei € 10 liegen würde, denn das beinhaltet einen zusätzlichen Einsatz, wobei man vorher schon bei einem früheren Einsatz mitgegangen sein muss. Alle Spieler haben die Möglichkeit, in der ersten Runde zu setzen.
Jeder Spieler hat drei Möglichkeiten, um Einsätze zu platzieren. Man kann entweder setzen, mitgehen oder erhöhen. Die Alternative hier wäre auszusteigen. Diese Option hängt aber davon ab, was der vorhergehende Spieler gemacht hat.
Der erste Spieler, der entweder setzen, mitgehen oder erhöhen kann, ist derjenige Spieler, der links von dem Spieler sitzt, der die Big Blinds platziert hat. Die anderen Spieler haben lediglich die Möglichkeit, entweder mitzugehen oder zu erhöhen. Denkt daran, dass Mitgehen bedeutet, dass ihr genau denselben Betrag setzt, der vor euch gesetzt wurde. Erhöhen bedeutet, dass ihr den Einsatz oder das Mitgehen des vorherigen Spielers erhöhen müsst.
Jeder Spieler platziert die Einsätze in der ersten Runde und vergesst nicht, dass die Einsätze am unteren Limit festgelegt sind. So zum Beispiel in einem € 10 /€ 20 Omaha 8 or Better-Spiel bei € 10, aber dies kann man natürlich erhöhen, hier bis € 20.
Jeder Spieler sollte den gleichen Betrag in den Pott einzahlen, wie eben alle anderen Spieler auch. Das Setzen beinhaltet Mitgehen und Erhöhen und natürlich auch das Setzen selbst. Es gibt des Weiteren auch Regeln, was die Anzahl der Einsätze betrifft, die ein Spieler während eines Spiels tätigen darf. Hier könnt ihr einfach einen Blick auf unsere Seiten werfen, auf denen wir die Spielregeln von Poker etc. im Detail besprechen.
Wenn also jeder Spieler den gleichen Betrag in den Pott gezahlt hat und die erste Einsatzrunde somit vorbei ist, werden die drei Gemeinschaftskarten (Flop genannt) ausgegeben. Alle Spieler können die Gemeinschaftskarten spielen.
Nach der ersten Runde und dem Flop und auch in jeder folgenden Einsatzrunde, ist der Spieler links vom Kartengeber der erste, der setzt. In Runde 2 sind Einsätze und Erhöhungen auf das niedrige Limit beschränkt. Auch hier wieder ein Beispiel: In einem € 10 /€ 20-Spiel ist in der zweiten Runde jeder Einsatz auf € 10 beschränkt und Erhöhungen bleiben bei maximal € 20.
Wenn alle Einsätze in der 2. Runde getätigt worden sind, wird eine 4. Gemeinschaftskarte ausgeteilt, die auch Turn genannt wird.
Wie schon in der vorherigen Runde beginnt auch Runde 3 mit dem Spieler, der links vom Kartengeber sitzt. Aber dieses Mal sind die Einsätze und Erhöhungen auf das obere Limit beschränkt. D. h. also in unserem Beispiel eines € 10 /€ 20-Tisches auf € 20 beim Setzen und € 40 für Erhöhungen. Nun wird die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte ausgeteilt, wenn alle in der 3. Runde gesetzt haben. Diese Gemeinschaftskarte ist auch als River bekannt.
Das ist die Finalrunde, die wiederum der 3. Runde sehr ähnlich ist. Die Einsätze sind zum oberen Tischlimit begrenzt. Das Beispiel € 10 /€ 20 aus Runde 3 gilt also immer noch. Einzeleinsätze bis € 20 und Erhöhungen bis € 40.
Jeder Spieler kann bis vier Einsätze tätigen, d. h. einmal setzen und drei Erhöhungen während jeder Einsatzrunde.
Die letzte Erhöhung einer Runde heißt Cap, dann dürfen keine weiteren Erhöhungen gemacht werden. Dann ist das Setzen sozusagen gecapped. Wenn das passiert, können Spieler nur noch mitgehen oder aussteigen. Aussteigen kann man immer während eines Spiels. Wenn ein Spieler sich entschieden hat auszusteigen, ist dieser Spieler nicht mehr am Spiel beteiligt. Damit hat er oder sie kein Anrecht mehr auf den Pott.
Eine andere Möglichkeit ist noch das Schieben, d. h. ein Spieler verzichtet auf sein Recht zu setzen. Aber das hängt auch wieder von der Aktion des vorherigen Spielers ab. Denn es kann sein, dass diese Option nicht zur Verfügung steht. Der Spieler muss denselben Betrag gesetzt haben, den die anderen Spieler in jeder Runde gesetzt haben.
Nur die Chips, die man von Anbeginn des Spiels hatte, können fürs Setzen benutzt werden. D. h. man kann sich während des Spiels nicht mit neuen Chips eindecken. Das nennt man auch die Table Stakes beim Poker.
Eine andere Charaktereigenschaft der Table Stakes ist die All-In-Regel. D. h. ein Spieler kann nicht übergangen werden, wenn er nicht genügend Chips zur Verfügung hat, um bei einem Einsatz mitzugehen.
Die All-In-Regel funktioniert folgendermaßen: Ein Spieler, dem genügend Chips fehlen, wird als All-In bezeichnet und er bzw. sie hat damit ein Anrecht auf den Pott, im Verhältnis jedoch zu seinem letzten Einsatz. Die anderen Spieler platzieren ihre Einsätze nun in einem Nebenpott (Side Pot), in den die All-In-Spieler nicht setzen können.
Der so genannte Hauptpott enthält die Einsätze von allen Spielern und bleibt in der Mitte des Tischs. Der All-In-Spieler hat noch immer ein Anrecht auf den Hauptpott. Auf den Nebenpott haben jedoch nur diejenigen Spieler ein Anrecht, die weiterhin in voller Höhe einzahlen können. Die nächste Gewinnkombination bekommt den Nebenpott.
Der Showdown ist eigentlich der beste Teil von Omaha 8 or better. Denn hier wird entschieden, welcher Spieler den Pott mit nach Hause nimmt. Das passiert nach der letzten Einsatzrunde. Der Gewinner wird folgendermaßen ermittelt: Alle im Spiel verbliebenen Spieler müssen ihre Karten zeigen - Spieler werden jedoch natürlich nicht gezwungen ihre Karten zu zeigen. Das kann jeder Spieler für sich entscheiden. 2 Hole-Karten und 3 Gemeinschaftskarten legen das Gewinnerblatt fest. Also alles in allem 5 Karten.
Ein besonderes Feature bei Omaha 8 or Better ist, dass der Pott in einen hohen und einen niedrigen aufgeteilt wird. Das beste Blatt gewinnt automatisch den hohen Pott. Man muss sich also hierfür nicht noch einmal extra qualifizieren. Das beste Blatt kann aber auch den niedrigen Pott gewinnen, aber dies ist ein bisschen komplizierter. Spieler müssen sich für den niedrigen Pott erst qualifizieren. Daher auch der Name: Omaha 8 oder besser.
Wenn ihr den niedrigen Pott gewinnen wollt, dann braucht ihr ein aus 5 Karten bestehendes Blatt, mit dem Ass (niedrigster Wert) bis zur 8. Das ideale niedrigwertige Blatt würde Ass-2-3-4-5 sein. Dieses Blatt nennt man auch Wheel, Fahrrad oder Rad. Der Spieler mit der niedrigstwertigen Karte im Blatt gewinnt. Als Beispiel: Ein Spieler hat folgendes Blatt: Ass-2-4-6-8 wird von 2-4-5-6-7 geschlagen. Falls mehr als ein Spieler dieselben hohen Karten im Blatt hat, dann ist der Gewinner der Spieler, der die zweitniedrigste Karte im Blatt hat. Oder wenn notwendig auch die dritt-, viert- oder fünftniedrigste Karte.
Wenn ihr einen Blick auf die Bewertungen der Karten schauen wollt, die die Gewinnkombination festlegen, klickt bitte hier!
Im Falle, dass zwei Blätter oder mehr den gleichen Wert haben, wird der Pott gleichmäßig zwischen beiden Spielern aufgeteilt. Wenn es eine ungerade Zahl an Chips gibt, dann bekommt der Spieler den letzten Chip, der am nächsten links vom Kartengeber sitzt.
Es ist sehr häufig, dass bei Omaha 8 or Better ein Spieler den hohen Pott gewinnt und zwei andere Spieler um den niedrigen Pott kämpfen.
Wenn ihr euch für den niedrigen Pott qualifiziert, dann zählen Pötte, Straßen und Flushes nicht gegen euer Blatt.
Es ist durchaus erlaubt, dass ihr verschiedene Karten aus eurem Blatt nutzt, um den hohen und niedrigen Pott zu gewinnen. Ihr könnt aber auch dieselben Karten für den hohen und den niedrigen Pott nehmen.
In einem geteilten Pott, wie bei Omaha 8 or Better, geht ein übrig gebliebener Chip zum hohen Pott. In diesem Spiel müsst ihr zwei eurer vier niedrigen mit drei der bis zu sieben hohen Gemeinschaftskarten spielen, um euer Blatt festzulegen. Das können für den hohen und den niedrigen Pott unterschiedliche Karten sein.
Das Gewinnerblatt wird nicht durch die Farbenwertigkeit eurer Karten bestimmt. Wenn zwei oder mehr Spieler dieselben Kartenwerte haben, dann muss der Pott zwischen beiden bzw. allen gleichmäßig aufgeteilt werden.
Es gibt ein paar Unterschiede zwischen Limit und Pot Limit Omaha 8 or Better, aber die Regeln bleiben dieselben, wie oben beschrieben.
Bei Limit Omaha 8 or Better darf jeder Spieler während jeder Einsatzrunde maximal viermal setzen: inklusive, 1. setzen, 2. erhöhen, 3. wieder erhöhen und 4. cap.
In Pot Limit Omaha 8 or Better gibt es keine Begrenzung, was die die Erhöhungen pro Spieler betrifft. Es sei denn, ein Spieler kann seinen eigenen Einsatz nicht erhöhen. Der Einsatz muss erst von einem anderen Spieler erhöht werden, bevor man wieder erhöhen kann. Selbst wenn alle anderen Spieler aussteigen oder nur mitgehen, kann ein Spieler nicht seine eigene Erhöhung wieder erhöhen. Man ist hier in einer Zwickmühle.
Minimale Erhöhung: Eine Erhöhung muss mindestens so hoch sein, wie der vorherige Einsatz oder Erhöhung in jener Runde. Zum Beispiel: Wenn vorher € 20 gesetzt wurden, muss der nächstfolgende Spieler mindestens noch einmal um € 20 erhöhen (insgesamt dann € 40).
Maximale Erhöhung: Die maximal zulässige Erhöhung wird durch Addieren bestimmt: Die Gesamtsumme des Potts (der Hauptpott oder Nebenpott, wenn ein Spieler All-In ist) PLUS der Betrag, den ein Spieler zahlen muss, wenn er mitgehen und dann erhöhen will = Größe des Potts. Zum Beispiel: Der aktive Pott liegt bei € 200. Der erste Spieler setzt € 150 und der zweite Spieler geht mit, d. h. auch hier € 150. Das ergibt einen Maximum-Pott von € 800 für den dritten Spieler. Dieser enthält die € 150, die er oder sie mitgehen muss, plus die € 650 für das Erhöhen.